Frankreich gilt ebenso als Hochburg für die Herstellung von Branntweinen wie Deutschland und seine Nachbarländer Schweiz und Österreich. Es haben sich dabei landestypische Spezialitäten herauskristallisiert, die sich durch die charakteristische Auswahl der Zutaten oder Rohstoffe hervorheben und Genuss der bekömmlich exotischen Art bieten. Calvados dürfen sich mit Stolz als Teil dieser Kategorie ansehen. Es handelt sich dabei um einen Apfelbranntwein, der ähnlich wie der Cognac nur aus einer bestimmten Region stammen darf: der Normandie. Calvados wird hergestellt, indem man die reifen Äpfel gären bzw. fermentieren lässt. Der so entstandene Most muss anschließend zu Cidre vergoren werden. Einer mehrjährigen Lagerung in Holzfässern folgt eine zweifache Destillation. Charakteristisch für Calvados ist, dass neben etwa 40 % süßen Äpfeln auch ein gleicher Anteil an bitteren Äpfeln sowie ein Rest an sauren Äpfeln verarbeitet wird. Diese Gattung der Eaux-de-Vie mit dem fruchtig-frischen Apfelgenuss trinkt man am besten zwischen mehreren Gängen einer Mahlzeit. Die Normandie-Region Pays d'Auge mit Gütern wie Dauphin dominiert den Markt.